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Interview mit Neueinsteigern

Junge Neueinsteiger - hier sagen sie, was sie getriggert hat!


SWL Paul (10 Jahre)

Paul ist mit zehn Jahren unser jüngstes Mitglied beim OV E05 – und schon jetzt begeistert vom Funken. Für unsere Jugendgruppe „Funkfüchse“ im DARC Ortsverband Lüneburg E05 haben wir mit ihm gesprochen. Er erzählt, wie er zum Amateurfunk gekommen ist, warum ihn Funktechnik begeistert und weshalb Funk für ihn mehr ist als nur ein Hobby.


„Funk ist modern, spannend und unabhängig.“

E05:
Hallo Paul! Stell dich doch einmal kurz vor. Wer bist du und was machst du gern in deiner Freizeit?
SWL Paul (10):
Mein Name ist Paul-Georg Kaufmann, ich bin Jahrgang 2015, komme aus Bardowick und gehe natürlich noch zur Schule. In meiner Freizeit segle ich gern, mache Kampfsport, spiele Fußball und gehe angeln. Außerdem interessiere ich mich sehr für Funktechnik und lerne gerade für die Amateurfunkklasse N. Natürlich treffe ich mich auch gern mit Freunden.
E05:
Wie bist du zum Funken gekommen?
SWL Paul (10):
Vorher wusste ich zwar schon, dass es Morsefunk und CW gibt, aber vom Amateurfunk hatte ich noch nicht viel gehört. Als mein Vater angefangen hat, sich damit zu beschäftigen, fand ich das sofort spannend. So bin ich langsam selbst in das Thema hineingekommen und habe angefangen, mich intensiver damit zu beschäftigen.
E05:
Erinnerst du dich noch an dein erstes QSO?
SWL Paul (10):
Ja, auf jeden Fall. Mein erstes QSO war bei der E05-Abendrunde über das Relais DB0NI in Lüneburg. Ich war total aufgeregt und hatte richtiges Kribbeln im Bauch.

Es fühlt sich ganz anders an als Telefonieren. Beim Funk hat man das Gefühl von echter Verbindung und auch von Unabhängigkeit. Selbst wenn mal Strom oder Internet ausfallen, kann man mit Funk oft trotzdem noch kommunizieren.

E05:
Was begeistert dich technisch am Amateurfunk?
SWL Paul (10):
Mich interessiert vor allem, wie die Geräte funktionieren. Ich möchte verstehen, wie ein Transceiver innen aufgebaut ist und wie die Technik dahinter arbeitet.

Beim Aufbau von Antennen habe ich schon mitgeholfen, aber vieles möchte ich noch selbst lernen. Gerade das finde ich spannend: dass man nicht nur ein Gerät benutzt, sondern versteht, wie alles funktioniert.

E05:
Hast du schon draußen gefunkt?
SWL Paul (10):
Ja. Ich bin mit einem Freund schon mit CB-Funkgeräten unterwegs gewesen. Wir haben ausprobiert, wie weit wir funken können und uns darüber abgesprochen, wo wir uns treffen.

Außerdem habe ich schon einen Fieldday besucht. Dort hat mir ein Funkfreund aus dem E05 gezeigt, wie portable Funkstationen aufgebaut werden und wie der Betrieb draußen funktioniert. Das fand ich richtig interessant.

E05:
Warum begeistert dich Funk mehr als ein Smartphone?
SWL Paul (10):
Viele denken heute nur noch an Smartphones. Aber Funk ist für mich etwas Besonderes.

Wenn ein Handy keinen Empfang mehr hat oder der Akku leer ist, funktioniert nichts mehr. Funk funktioniert oft trotzdem noch. Außerdem kann man mit Funk auch an Orten kommunizieren, an denen Handys längst keinen Empfang mehr haben.

Und ehrlich gesagt: Funk ist einfach cooler.

Viele sagen vielleicht, Funk sei altmodisch. Aber in Wirklichkeit steckt hinter unserer ganzen modernen Welt Funktechnik – WLAN, GPS, Mobilfunk oder Satellitenkommunikation. Amateurfunk zeigt einem, wie das alles funktioniert.

E05:
Möchtest du später selbst Funkamateur werden?
SWL Paul (10):
Ja, auf jeden Fall. Die Klasse N möchte ich noch dieses Jahr schaffen. Danach würde ich gern auch noch die Klasse E machen.

Außerdem möchte ich andere Jugendliche für das Hobby begeistern. Ich würde gern Flyer mit in die Schule nehmen und anderen zeigen, wie spannend Funk sein kann.

Viele Vereine haben Nachwuchsprobleme. Deshalb finde ich es wichtig, junge Leute für Technik, Kommunikation und gemeinschaftliche Aktivitäten zu begeistern.

E05:
Wenn du Funk in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das?
SWL Paul (10):
Modern. Spannend. Unabhängig.

73 von Paul

Zum Abschluss hat Paul noch eine Botschaft:

SWL Paul (10):
Ich hoffe, dass sich einige junge Leute durch das Interview inspirieren lassen und vielleicht einmal bei einem Klönabend oder einer Funkrunde vorbeischauen. Zuhören ist ja immer erlaubt – und CB-Funk kann jeder ausprobieren.

Die Funkfüchse möchten jungen Menschen einen einfachen Einstieg in die Welt des Funkens ermöglichen – vom CB-Funk bis hin zum Amateurfunk. Technik entdecken, gemeinsam lernen, draußen aktiv sein und neue Freundschaften knüpfen: Genau darum geht es.

73 und bis bald auf Band!